Hi,
habe den Bericht jetzt schon ne Weile aufgeschoben, aber mir gehts gut und ich habe auch einiges erlebt:
Z.B. habe ich mich am Rebenschneiden versucht… habe in 2 Tagen Arbeit ca. 60$(30Euro) verient. Das war Vertragsarbeit bezahlt pro Pflanze. Ziemlich schlechter Zeitvertreib fand ich. Deshalb ging es auch direkt weiter zum Queen Charlotte Track(71km). In 3 Tagen habe ich einiges der sehr schoenen Kuestengegend der Suedinsel gesehen.
Daraufhin ging es wieder nach Queenstown, wo ich 2 wunderbare Wochen bei Frank und Andrea wohnen durfte( dafuer passte ich ein bisschen auf deren Kinder auf.)
Bei einem Shoppingtrip in Queenstown deckte ich mich dann mit Steigeisen, Eisaxe und Gaitern ein. Somit eroeffnen sich mir jetzt einige neue Routen und Gipfel, die ich erkunden kann.
Vor ca. einer Woche ging ich dann wieder auf Wanderschaft. Diesmal sollte es der beruehmte Keplertrack werden. In der DOC-Infostelle in Te Anau fiel mir dann aber ein interessanter Zeitungsartikel ins Auge: 2 Kiwis(Neuseelaender) hatten versucht ueber einen unueblichen Pass(Dore Pass 1400m) auf den weltbekannten Milfordtrack zu kommen. Bei diesem Versuch scheiterten sie allerdings klaeglich und mussten mit dem Helicopter gerettet werden. Ih fragte also am INfodesk nach diesem Pass…
Die Reaktion war sehr eindeutig: WENN du dass machen willst… dann rufen wir erstmal die Polizei und die entscheidet dann ob du gehen darfst oder nicht.(Sollte wohl abschreckend wirken). Mir wurde zudem mehr als deutlich gemacht, dass die Tour nichts fuer mich sei…
… Bei mir erreichte die gute Frau leider gerade das Gegenteil. Also besorgte ich mir einen Emergencybeacon(sozus. Helicoptertaxi fuer Notfaelle) – sprach ca. 10Min mit Polizisten, die tatsaechlich gerufen wurden – und startete am naechsten Morgten.
Der Pass war technisch nicht besonders anspruchsvoll, allerdings hatte ich aufgrund des Waldes durch den ich mich jeweils ca. 2,5 h schlagen musste(erst hoch – nachher bergab) plus den ca 23kg Gepaeck eine ziemlich harte Zeit. Ausserdem kam ich zwischendurch von der Route ab und musste ca. 1h umherirren und nach dem Weg suchen. Alles in allem hat sich die Tour aber gelohnt – die Ausblicke waren wirklich gut und ich sparte mir eine horrend teuer Bootsfahrt.
Die naechsten 3 Tage lief ich dann den Milfordtrack. Die LOandschaft hier war wirklich sehr schoen. Leider traf ich auf der kompletten Strecke keinen einzigen Menschen – was besonders in den Huetten am Abend relativ langweilig war. (Spaeter erfuhr ich, dass jeweils eine Huette vor mir ca. 30 Personen unterwegs waren:-) … bad luck)